Sprit sparen, Umwelt schonen - das geht!

  • Tue 19 Aug 2008
  • 15|48

Kilometer-Rekord Na bitte, es geht doch - zumindest sind 924,8 km mit einer Tank­füllung (60 Liter) schon mal nicht schlecht. Bei den der­zeiti­gen Sprit­preisen fiel die Entschei­dung nicht sonder­lich schwer, einmal die Reich­weite eines duch Super-Kraft­stoff angetrie­benen, franzö­sischen Mittel­klasse-PKW's zu erkunden.
Mit einem Pensum von täglich 120 km Autobahn war auch der "Test-­Ablauf" schnell definiert: möglichst defensiv (rechts) fahren und brav den Sprit-­Verbrauch im Auge behalten.
Nach ein paar Tagen mit einer Autobahn-­Durch­schnitts­geschwindig­keit von ca. 110 km/h erkennt man bereits, daß Auto­fahren "jenseits der Norm" in Deutsch­land viele Vorteile haben kann:

  • Verringertes Unfallrisiko
  • Verringerte Umweltbelastung
  • Man spart Sprit und somit Geld
  • Materialschonung (durch weniger Bremsen)
  • Entspannteres Fahren

Selbstver­ständlich sollen auch die Nachteile des stress­freien, umwelt­bewußten Fahrens nicht unerwähnt bleiben:

  • Man droht durch Blicke in den Rück­spielgel beim Über­holen ob der "gegnerischen, visuellen Signale" (Licht­hupe) teilweise zu erblinden
  • Man steigert die Unkonzentriertheit und Ablenkung anderer Verkehrs­teilnehmer, da sie beim Vorbei­fahren "seltsame Gesten" machen (müssen?!)

Nach genauem und sorgsamem Abwägen der aufgezählten Vor- und Nach­teile, muß man in der Tat feststellen, daß Auto­fahren in Deutsch­land um einiges billiger, aber auch - und das ist das eigentlich wichtige - um einiges sicherer sein könnte.
Natürlich lassen sich viele (Schein-) Argumente gegen eine ange­passte Fahr­weise oder ein generelles Tempo­limit auf deutschen Auto­bahnen finden, diese dürften allerdings über­wiegend von der PS-starken Fraktion der Ober­klasse-, Geschäfts- und Miet­wagen­fahrer oder von der Auto­mobil­industrie selbst stammen.
In anderen Ländern, wie der Blick auf unsere europäischen Nachbarn zeigt, gibt es entsprechende Bestimmungen bereits seit langem. Die Richtlinien und Gesetze werden dort von der Bevölkerung scheinbar richtig verstanden und somit akzeptiert.
Selbst in den USA - im Land der unbegrenzten Mög­lichkeiten - gibt es eine Geschwindig­keits­begrenzung - und das schon seit Jahrzehnten. Sind dadurch damals alle Arbeitsplätze in der Automobil­industrie vernichtet worden? Mit Sicherheit nicht.
Warum muß also in Deutschland immer alles so kompliziert sein? Und warum gerade dann, wenn es um wichtige Themen wie Umwelt­schutz und Sicher­heit im Straßen­verkehr geht?

Bevor wir alle Angst davor haben, daß man uns etwas wegnehmen könnte oder verbieten will, sollten wir einfach erst einmal unser Hirn einschalten und nachdenken. Oder besser noch - einfach einmal ausprobieren!